02.10.2007

Einkaufen

Einkaufen. Ahnte ich es nicht anders, wuerde ich mutmassen, die Chinesen haetten auch das exzessive Einkaufen erfunden - oder waren es doch nicht die Amerikaner!! Einkaufsmoeglichkeiten gibt es praktisch ueberall in jeder Art von Spezialgeschaeften, (riesigen( Kaufhaeusern, auf der Strasse... Gelegentlich wird man auch angesprochen, das ein oder andere zu kaufen - insbesondere von Strassenhaendlerinnen. Besonders auffaellig erscheint mir das gigantische Angebot an Elektroartikeln. Handys, ipods, aber auch Kameras, Laptops, gigantische Bildschirme... Und dann Bekleidung. Von Gucci bis zum Selbstgestrickten kann mann/frau hier alles kaufen. Wobei das Angebot fuer Frauen (und das bei dem Maennerueberschuss) eindeutig ueberwiegt. Bedauerlich fuer mich sind die angebotenen Groessen. Asiatinnen sind durchweg sehr zierlich, so Kleidergroesse 32-36! Da komme ich dann nur selten zum Zuge... Da bleibt dann mehr fuers Kunsthandwerk.

Lebensmittel lassen sich in Shanghai fuer mich am besten im Supermarkt einkaufen. Da sind die Artikel alle ausgepreist, man muss nicht alles erhandeln - sonst zahlt man nur hohe (weisse) Preise. Viele Kaufhaeuser haben im Untergeschoss eine Lebensmittelabteilung. Hier gibt es geradezu alles, aber nicht immer fuer mich lesbar beschriftet - wenn man nicht gerade in einem internationalen Markt einkauft. Sehr gelegentlich kann man von der Verpackung und den Bildchen auf den Inhalt schliessen. Das heisst aber noch lange nicht, dass man den aus Deutschland vertrauten Inhalt ersteht. Schoen ist, das einige Maerkte ein Import-Regal haben. Da kann man vom kaltgepressten Olivenoel aus Griechenland ueber Almdudler bis Nutella so manches liebgewonnene kaufen - wenn auch zu stolzen Preisen. Erfreulich ist fuer mich die Obst- und Gemueseabteilung. Die Auswahl ist gross (besonders an Pilzen - lecker) und die Groesse der Fruechte (Aepfel, Kiwis) liegt deutlich ueber dem deutschen Durchschnitt. Ungewoehnlich finde ich den Abverkauf der Kartoffeln. Diese werden nicht in Abpackungen zu mindestens einem Kilo sondern stueckweise mit 1-2 je Plastikpaeckchen angeboten. Um dem Geruecht, Chinesen essen so manches, weitere Nahrung zu geben. In "meinem" Supermarkt werden neben lebenden Fischen auch lebende Kroeten und Schlangen in nach oben offenen Terrarien angeboten.
Kaese gibt es nur in Plastik eingeschweisst, Joghurt meist in 100g-Bechern - und immer gesuesst.
Unbeschreiblich vielfaltig erscheint mir das Angebot an Bier (auch deutsches) und Nudeln. Nudeln und Fertiggerichte mit Nudeln fuellen ganze Regalwaende. Stehen die Chinesen nicht auch im Ruf diese Teigware erfunden zu haben und nicht die Italiener! Bislang habe ich mich fuer die kollektiven Kochabende nur an das Vertraute getraut - schaumermal.

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